Zum zweiten Mal haben wir im Vitalis Schwimmbad in Weiskirchen ein intensives Schwimmwochenende verbringen können. 12 Tri Postler auf zwei 25m-Bahnen zogen Meter für Meter durch das Wasser, angetrieben von A-Lizenz-Trainer Engel Mathias Koch, Sara Bund und Nachwuchs-Trainerin Erja Mühlbach.

   

Vorrangig ging es nicht darum, viel Strecke abzuschwimmen und Kacheln zu zählen, sondern viele Technikübungen zu absolvieren und mal andere Sachen auszuprobieren, wofür sonst in den drei wöchentlichen Trainingseinheiten im Trierer Stadtbad keine Zeit bleibt.

Sich Zeit nehmen für Übungen – Technikübungen in Ruhe und ohne Schnelligkeitsdruck in der Gruppe durchführen – in entspannter Atmosphäre und mit direkter Rückmeldung der Trainer – das sind die wesentlichen Aspekte, die dieses Seminar ausgemacht haben, so die Rückmeldung aller Teilnehmer. Im wöchentlichen Training gibt es doch viele, die kein Interesse an Technikübungen haben oder diese in einem schnellen Tempo durchführen, um sie schnell hinter sich zu bringen. Hier war endlich mal die Gelegenheit für jeden, sich die Zeit zu nehmen, die er für die Übungen brauchte. Und so konnte man zum Beispiel auch ausgiebig Kippwenden in kleinsten Einzel-Bausteinen und auch Vorbereitungen für die Rollwende ausprobieren. Wasserball-Kraul mit Wasserball, Wasserball zuwerfen, Indianer-Kraul, Fügelschwimmen – das ist nur eine kleine Auswahl von Übungen, die auf dem Programm der Seminarteilnehmer standen.

In der Vorbereitung hatte Engel alle Teilnehmer aus verschiedenen Perspektiven beim Kraulschwimmen gefilmt. Diese Aufnahmen wurden gemeinsam in der Gruppe in der ersten Pause samstags besprochen. Viele hatten sich selbst noch nie beim Schwimmen gesehen – allein das trägt viel zum Verständnis bei, welche kleinen Veränderungen man vornehmen kann. Aber auch das Analysieren der Aufnahmen der anderen Teilnehmer brachte für alle bereichernde Erkenntnisse.

Engel machte noch einmal deutlich, dass die Schwimmtechnik nur ein Baustein eines guten Kraulstils ist, den man verbessern kann. Ausdauer und Kondition, Kraft, Beweglichkeit und Lernalter sind genauso wichtig für eine Verbesserung, vor allem, wenn man schneller werden möchte. Und das wollen wir natürlich alle werden. Körperliche Voraussetzungen für die Beweglichkeit sind schwer zu verändern und die meisten haben erst im Erwachsenenalter mit Kraulen angefangen, wo vieles nicht mehr so leicht umzusetzen ist wie bei unseren jungen Tri Post Kids. 20 km Schwimmen in der Woche, so Engel, wären ein gutes Maß, um deutliche Verbesserungen zu erzielen. Doch da Radfahren und Laufen für Triathleten nun auch trainiert werden müssen, liegt dieses Schwimm-Trainingspensum wohl für die meisten in weiter Ferne.

15 Meter maximal, 100m Test, 400m Test und 50m Beine Kraul – diese Leistungsabfragen wurden von den Teilnehmern abverlangt. Jeder gab unter Anfeuerungen der anderen sein Bestes – es wurde bis zur Erschöpfung hart gekämpft.

Sonntags nachmittags zogen wir bei den Vor-Übungen zum Startsprung vom Beckenrand die belustigten Blicke der anderen Schwimmbad-Besucher auf uns. Aber auch hier schafften am Ende alle ihren Startsprung von Block oder Beckenrand.

Bei der Schwimmübung Kraul einarmig und normal mit gestreckten Armen über Wasser und dabei die Arme locker aufs Wasser patschen (Patsch – Surf – Zug – Druck – Klapp und dabei beim Ausatmen singen oder brummen – so lautete das „befohlene“ Mantra) gab es die meisten Aha-Erlebnisse. „Und das sah bei allen toll und entspannt aus“, lobt das Trainer-Team am Ende des Seminars und betont, dass hier alle tolle Fortschritte gemacht haben.

Einen großen Dank an Engel, Sara, Erja und das Team vom Vitalis Weiskirchen für dieses intensive und anstrengende, aber auch Spaß bringende Wochenende!

Unsere erste Mannschaft nutzte dieses Wochenende ebenfalls zum intensiven Schwimm-Training – hier standen am Ende allerdings knapp 17 Schwimmkilometer auf den Trainingsuhren. Neben einer kleinen Laufeinheit stand Teambuilding für die Vorbereitung auf die kommende Saison in der 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga im Fokus.

Hier die Zusammenfassung von Jens Roth:

 

Am Wochenende ist unsere 1. Mannschaft hochmotiviert in die Vorbereitungen für die erste Bundesligasaison gestartet. Tri Post Trier ist seit mehr als 15 Jahren nicht mehr in der 1. Triathlon Bundesliga gestartet.

„Wir haben das Wochenende im Parkhotel in Weiskirchen im Saarland als ein erstes Teamtreffen genutzt. Knapp 20 Kilometer im Wasser, ein Läufchen und viel, viel Orga haben echt Spaß gemacht,“ so der sportliche Leiter Marc Pschebizin.

Schwimmtrainer Engel Mathias Koch hat es nicht nehmen lassen, mit ordentlichen und harten Plänen das Team auch schwimmerisch voranzutreiben und richtig leiden zu lassen (10 x 200m Delfin, Anm. der Redaktion ;-)).

Tri Post Trier 1. Mannschaft – Es fehlt Tim Dülfer.

Für die Schwimmseminarteilnehmer war es eine Freude, den Jungs beim Schwimmen zuzusehen!