Ein Bericht von Andreas Bund:

Zum Saisonabschluss wollte ich mal schauen, ob nach einem Jahr Langdistanztraining nicht auch eine etwas bessere Marathonzeit drin ist als die 3:24 h, die ich 2015 in Frankfurt gelaufen war. Zur Wahl stand erneut Frankfurt oder aber Brüssel, um um was neues zu sehen fuhren wir nach Brüssel…

Prolog

Das Schöne an Laufwettbewerben ist, dass nicht viel schiefgehen kann. Weder besteht die Gefahr, dass man irrlichternd auf’s offene Meer hinausschwimmt, noch dass man mit verrückten Japanern auf dem Fahrrad zusammenknallt. Man muss halt nur laufen, das schaff‘ sogar ich unfallfrei…

Ergebnis

3:04:00 h. Das bedeutet Platz 59 von 1412 TeilnehmerInnen und Platz 1 in der Ak.

Strecke

Habe ich als durchaus anspruchsvoll empfunden. Auf den ersten 5-6 Km einige Kopfsteinpflaster-passagen und Straßentunnel. Im weiteren Verlauf dann drei Anstiege (vllt. 4-5 %) von je 1,5-2,5 Km Länge, der letzte bei Km 39/40, der zerrt dann ordentlich an den Kräften… Man läuft nach einigen Schleifen aus Brüssel hinaus und durch einen Wald zu einem Vorort, dann geht es wieder zurück.

Brüssel oder Frankfurt?

Die Marathons finden am selbem Wochenende statt. Wo soll man hinfahren? Kulinarisch: Brüssel! Die belgischen Waffeln und Pommes schmecken wirklich geil! Die bekommt man nicht in Frankfurt. Sportlich: Frankfurt! Viel mehr Zuschauer, viel bessere Atmosphäre, viel mehr Mitläufer, einfachere Strecke! In Brüssel bin ich 90 % der Strecke allein gelaufen, ohne Zuschauer, ohne Mitläufer.

Marathon

Samstag nachmittag in Brüssel angekommen. Hotel, Startunterlagen, eine erste Portion Pommes. Abends Carboloading in Form einer sehr leckeren Pizza. Am nächsten Morgen geht es um 9 Uhr los. Mit meiner Zielzeit von 3:15 h ordne ich mich in den ersten Startblock ein. Start. Bei Km 2 passiere ich den 3:15 h-Pacemaker und ab Km 5 laufe ich ziemlich allein. Ich hoffe irgendwann auch mal den 3:00 h-Pacemaker zu sehen, doch das wird nie passieren… Nach der guten Erfahrungen in Südafrika bin ich was die Verpflegung betrifft wieder recht sparsam unterwegs. Bis Km 20 verdaue ich eh‘ das reichlich genossene Frühstücksbuffet, danach reichen mir zwei Gels. Es gibt sowieso keine Cola an den Verpflegungsständen, also muss ich mich da auch nicht aufhalten…  Laufe eine konstante Pace von 4:20-4:30 pro Km (insgesamt kommt eine Durchschnitts-Pace von 4:21/Km heraus), die zweite Hälfte gelingt etwas schneller als die erste. So komme ich ohne großes Leiden nach 3:04 h ins Ziel,  wo mich Sara gleich empfängt. Den Nachmittag verbringen wir dann noch ganz schön in Brüssel, Pommes und Pralinen inklusive…

Herzlichen Glückwunsch Andreas zu diesem beeindruckendem Marathon 🙂 (Anm. d. Red.)