Ein Bericht von Andreas Bund.

Schöne Grüße aus Boulder/Colorado von Sara und mir! Wie ja einige von Euch wissen, starten wir am
kommenden Sonntag beim hiesigen Ironman, unsere erste Langdistanz des Jahres. Deshalb hier ganz
kurz ein paar Worte zu Anreise, Vorbereitung und den Eindrücken von Land und Leuten – der „Post-
Race“ -Bericht kann dann kürzer ausfallen…

Anreise und Unterkunft
Mit dem Flugzeug über Charlotte nach Denver, alles in allem so 15 Stunden. Mit dem Mietauto dann
eine knappe Stunde weiter nach Longmont, einer typisch amerikanischen Kleinstadt nahe Boulder.
Unsere Unterkunft ist ein „Loft“ über einer großen Garage – klingt seltsam, ist aber geräumig und
durchaus komfortabel, da haben wir schon ganz anders gewohnt…
Wir sind nicht in, sondern noch vor den Rocky Mountains, die als schneebedeckte Berge sehr schön am
Horizont anzusehen sind. Aber immerhin schon auf 1.500m Höhe, was ich v.a. beim Schwimmen merke
und bei einem flotten Koppellauf habe ich gestern Nasenbluten bekommen.

Vorbereitung
Unsere Vorbereitung begann quasi mit dem ersten Ligawettkampf in Freilingen. In der Woche danach –
eigentlich die erste Taperwoche – haben wir beide noch recht ambitioniert trainiert. Sara brachte das
leichte Hüftschmerzen und mir eine Verhärtung am Oberschenkel ein. Beides ist aber inzwischen wieder
in Ordnung. Seitdem wir hier sind, wird wirklich nur noch „getapert“ – also relative kurze Einheiten im
anvisierten Ironman-Tempo.

Land und Leute
Wunderschön! – also jedenfalls die Landschaft. Das Konzept „Triathlon + Schönes von der Welt sehen“
geht hier voll auf! Berge, Seen und Flüsse in schönster Weise kombiniert und in sauberer, glasklarer Luft.
Die Menschen herzlich, freundlich, hilfsbereit – typisch amerikanisch eben. Wenn Sie einer Bitte nicht
nachkommen können, dann entschuldigen Sie sich vielmals dafür („I’m so sorry for that!“).
Was uns besonders gefällt (oder auffällt): Das unglaubliche Lebensmittelangebot der Supermärkte! Und
alles frisch zubereitet! Es gibt Frischetheken für Salat, Suppen, Gemüse, Fleisch, Nudeln, Desserts usw.
usw. Das sieht alles nicht nur sehr lecker aus, es schmeckt auch so!! Andererseits: Wieviel davon landet
täglich in den Containern? Hoffentlich gibt es da ein Verwertungskonzept…
Was ein wenig nervt: In der Nähe verläuft eine Bahntrasse und die Lokführer nutzen das Signalhorn in
Dauerschleife! Ist das Vorschrift oder nur eine Art folkloristische Berufstradition? Man weiß es nicht…

Und zum Schluss: Wie ist die Form?
Sara ist in sehr guter Form! Ihre Stärke ist mittlerweile ihre Ausgeglichenheit in allen drei Diszplinen. Vor
allem ihre Laufzeiten sind in den letzten Wochen richtig gut! Da geht was! Bei mir? Es ist kompliziert…
Schwimmen: Bin ich und war ich noch nie „in Form“, es geht immer nur um Schadensbegrenzung. Rad:
Soweit im grünen Bereich. Laufen: Fast 3 Wochen Trainingspause im Mai wegen Achillessehne, deshalb
höchst unsicher. Der Wettkampf wird’s zeigen…

Viele Grüße aus Boulder von Sara und Andreas

PS. An unser Bundesliga-Team: Kopf hoch! Der erste Wettkampf war zum Eingewöhnen! Und ihr hattet
viel Pech! Bei den nächsten Rennen läuft es besser!!

Geschrieben am Mittwoch, 16 Uhr amerikanische Zeit (12 Uhr nachts in Deutschland)

Anmerkung der Redaktion: Wir wünschen euch ganz viel Erfolg und viel Spaß! Die Daumen sind gedrückt! 🙂