Saras Hartnäckigkeit hat sich bewährt, nach Andreas hat auch sie sich nun einen Slot für Hawaii gesichert und so heißt es zum zweiten Mal für die beiden: Die Bunds go to Hawaii!!!

Herzlichen Glückwunsch, hier ihr Bericht:

Erfolgreich im zweiten Versuch: Bericht vom Ironman Gdynia in Polen.

 

 

Sara und Andreas standen beim Ironman in Gdynia an der Startlinie. Mit klarer Zielsetzung: Nach dem letztlich missglückten Rennen auf Lanzarote suchte Sara die zweite (und letzte) Chance auf ein Hawaii-Ticket. Andreas wollte die Form auf der Mitteldistanz testen.

 

Ergebnisse

Sara kommt mit 11:58 Stunden in der Ak auf Platz 4 (von 14) und Overall Frauen auf Platz 15 (von 53) ins Ziel. Mit der besten Schwimmzeit ihrer Ak – 1:04 Stunden – geht sie als erste Frau auf die Radstrecke, die sie in 6:21 Stunden und auf Platz 3 der Ak bewältigt. Das Laufen dauert 4:19 Stunden und sie überquert als 4. ihrer Ak die Ziellinie. Im Rolling down-Verfahren bekommt Sara einen der zwei Hawaii-Slots.

Andreas beendet die Mitteldistanz in 4:48 Stunden auf Ak-Platz 2 (von 71) und Overall Männer auf Platz 108 (von 980). DasSchwimmen dauert 35:31 Minuten, was zunächst Ak-Platz 6 bedeutet. Die Radstrecke absolviert er in 2:33 Stunden, was ihn auf Ak-Platz 4 bringt. Für den Halbmarathon braucht er dann 1:29 Stunden; der beste Laufsplit in der Ak bringt ihn auf Platz 2. Damit holt sich Andreas einen der insgesamt 30 Slots für die Mitteldistanz-WM 2022 in Neuseeland.

Bericht zu Saras Wettkampf

Nach Lanzarote war uns schnell klar, dass Sara eine zweite Chance auf den begehrten Kona-Slot suchen würde. Zur Erinnerung: Anfang Juli hatte Sara das Rennen zwar mit einer tollen Energieleistung ins Ziel gebracht, aber wegen Magenproblemen ohne Chance auf eine vordere Platzierung. Viele Optionen gab es nicht mehr und wir entschieden uns gegen Tallin und für Gdyna in Polen.

Schwimmen – 1:04 Stunden – 1. Zeit in der Ak

Schwimmen in der Danziger Bucht, die Ostsee hat angenehme 21 Grad, kaum Wellengang. Sara findet sofort eine kleine Gruppe, in der sie gut mitschwimmen kann (Anmerkung Andreas: Wie kann das sein: Ich habe noch nie irgendeine Gruppe zum Schwimmen gefunden! Ich schwimme immer, wirklich immer allein!). In ihrem neuen Huub-Neo fühlt sie sich richtig wohl und schwimmt noch schneller als sonst! Der kurze Landgang nach 1800 Metern ist kein Problem und nach kaum mehr als einer Stunde steigt sie aus dem Wasser.

Radfahren – 6:21 Stunden – 5. Zeit in der Ak

180 Kilometer im durchaus hügeligen Hinterland von Gdyna, 1700 Höhenmeter, die ersten zwei Stunden im Dauerregen. Sara fährt einen guten Schnitt, aber ein leidiges mechanisches Problem tritt wieder auf: Insgesamt viermal springt ihr die Kette runterund muss mit der Hand wieder aufgelegt werden. Da bleibt für Hawaii noch was zu tun! Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse, was beim Radfahren ja immer eine gute Nachricht ist.

Laufen – 4:19 Stunden – 5. Zeit in der Ak

Der Marathon wird auf vier Runden durch die Innenstadt und den Hafen von Gdyna absolviert. Auch hier gibt es mehrere Sektionen mit 2-3 Prozent Steigung, Saras Garmin zeigt 230 Höhenmeter an. Der Magen macht wieder Probleme und zwingt Sara zu kurzen Gehpausen, aber diesmal bleibt alles noch im grünen Bereich. Sie verpflegt sich gut und kann ihr Tempo in der dritten und vierten Runde (fast) halten. Im Ziel wird sie von vielen Zuschauer*innen und mit dem Ruf „You are an Ironwoman“ empfangen. Der zweite Ironman binnen fünf Wochen ist geschafft!

Bericht zu Andreas‘ Wettkampf

Der Ironman Tulsa war nun schon ein paar Wochen her und ich wollte auch mal wieder Wettkampfluft schnuppern. Da lag es nahe, auch in Gdyna zu starten und mal die Form auf der Mitteldistanz zu testen. Ich hatte ganz ordentlich trainiert und – Überraschung! – die Knochen waren heil geblieben.

Schwimmen – 35:31 Minuten – 6. Zeit in der Ak

Was sich in Tulsa noch ganz gut anließ, endet hier wieder in einer Enttäuschung. Ich stürme als erster in die Ostsee und jage meinen Puls dabei wohl so hoch, dass ich auf den ersten 300 Metern immer wieder brustschwimmend nach Luft japsen muss. Die eigentlich in gerade Linie platzierten Bojen schwimme ich im sauberen Zick-Zack ab. Sehr gut! Erst nach 1000 Metern wird alles etwas besser. Trotzdem kein guter Start, zumal ich in der Wechselzone den Klettverschuss vom Neo partout nicht aufbekomme.

Radfahren – 2:33 Stunden – 6. Zeit in der Ak

Mit „Jetzt erst recht“-Gedanken steige ich auf’s Rad. Mein erster Eindruck auf der Strecke: Wie in Tulsa, nur alles noch ein wenig schlimmer: Mehr Regen, noch schlechtere Straßen… Aber es wird dann besser. Ich achte darauf, dass ich auch bei leichtem Gefälle etwas Druck auf die Pedale bringe, der Powermeter zeigt am Ende einen Durchschnitt von 217 Watt (NP 239 Watt) an. Vor allem Bergauf mache ich ein paar Plätze gut und steige ganz zufrieden vom Rad.

Radfahren – 1:29 Stunden – 1. Zeit in der Ak

Keine Ahnung, wie ich in der Ak liege, aber jetzt heißt es nochmal Gas geben! Ich laufe bergauf ca. eine 4:15er Pace, bergab eine 4:00er. In der zweiten Runde kommen da jeweils knapp 5 Sekunden drauf, das ist etwas mehr als ich gehofft hatte. Verpflegung wie immer spartanisch, ein Gel und zwei Schluck Cola reichen, der Koffein-Shot bleibt in der Tasche. Am Ende laufe ich aber mit dem besten Laufsplit der Ak ins Ziel, Formtest gelungen!

Wer noch mehr Zeit hat: Was uns aufgefallen ist

  • Auf der Radstrecke nicht eine einzige Kilometermarkierung, dafür an jeder noch so kleinen Feldwegeinmündung ein Helfer.
  • Auf der Radstrecke gab es belegte Brötchen als Verpflegung, hat man auch nicht jeden Tag.
  • Die schlechteste Zielverpflegung ever, einem Sponsor geschuldet. Äpfel und eine Salatbox, okay, aber nach einem Ironman?