Saison 2021 – Ein Rückblick

Rippenbrüche zum Start und ein gebrochener Arm zum (schlechten) Ende. Aber dazwischen lag eine passable Saison. Ein kurzer Rück- und Ausblick von Andreas:

Mitte November: Der linke Arm ist sauber eingegipst, der letzte Wettkampf der Saison 2021 abgesagt. Damit schließt sich der Kreis. Zeit für einen Rückblick. Anfang März stürze ich mit dem Mountainbike und breche mir drei Rippen. Zehn Tage geht nichts mehr. Schade, denn seit Anfang Dezember hatte ich ordentlich trainiert und war schon ganz gut in Form. Aus der geplanten Mitteldistanz im März wird also nichts. Die Pause macht sich vor allem beim Laufen bemerkbar. Erst Mitte April wird es wieder besser, auch dank einiger nicht sehr spaßiger Intervalleinheiten auf dem Laufband. Das neue Ziel sind die nord-amerikanischen Meisterschaften in Tulsa. Mitte Mai stehe ich dort an der Startlinie und komme sauber durch: 10:16 Stunden reichen für den 6. Platz in der Ak und einen Slot für die Weltmeisterschaften, die – wie wir jetzt wissen – nicht im Oktober in Kona stattgefunden haben, sondern erst Anfang Mai 2022 in St. George/Utah ausgetragen werden.

Es folgen drei Mitteldistanzen: Ironman Gydnia im August, Ironman Istrien im September und schließlich die Challenge Montenegro im Oktober. Der schnellste Laufsplit bringt mich jeweils auf’s Podium, Platz 2 in Gdynia und Istrien und in Montenegro reicht es für das oberste Treppchen. Perfekt läuft keines dieser Rennen: In Gydnia komme ich nach dem Schwimmen partout nicht aus dem Neo, in Istrien fällt mir die Kette zweimal runter und in Montenegro verliere ich an die fünf Minuten, weil ich den Helmverschluss plötzlich in der Hand habe. Na ja, irgendwas is‘ halt immer. Immerhin: Der zweite Platz in Gdynia sichert mir den Slot für die 70.3-Weltmeisterschaft Mitte September 2022, dummerweise wieder in St. George. Zurück zum Anfang: Eine letzte Mitteldistanz soll es noch geben, aber drei Tage vor der Abfahrt falle ich wieder vom Mountainbike (ich sollte das wirklich lassen, denn offenbar kann ich es nicht!) und breche mir den Ellenbogen. Gut, dann also Off-Season mit Gipsarm. Gegenüber der letzten Off-Season – zwei Wochen Quarantäne in einem türkischen Hotelzimmer – ein echter Fortschritt.

In 2022 wird der Fokus wieder stärker auf der Langdistanz liegen. Gut möglich, dass ich schon im März oder April versuche, einen Slot für Kona zu bekommen. Wird schwer, denn wegen dem ganzen Corona-Hin und Her gibt es diesmal nur 45 statt 60 Slots pro Rennen. Im Mai und September die zwei Ironman-Weltmeisterschaften und mal sehen, was dazwischen noch kommt. Vielleicht gibt es im Sommer ja auch mal wieder ein paar Ligawettkämpfe…

 

Andreas