Buntes Rennen im Frankenland

Während auf der Wöhrder Wiese unweit des Schwimmstarts der Christopher Street Day sein Finale feierte, kämpften am Sonntag die Teams der 1. Triathlon Bundesliga beim dritten Rennen der Saison um ihre Plätze. Tags zuvor besichtigten Athleten und Betreuer des Teams PSD Bank Tri Post Trier noch bei strömendem Regen die Rennstrecke, entsprechend nass und rutschig waren noch am Sonntag die bereits ausliegenden Teppiche in der Wechselzone. Sonntags zeigte sich Nürnberg dann im strahlenden Sonnenschein und so platzierten sich schon die Ausflugsboote in Form von Schwänen, Einhörnern und Giraffen pünktlich an der Schwimmstrecke im Wöhrder See, in dem normalerweise nur die Kanadagänse baden dürfen.

Für das Team PSD Bank Tri Post Trier gingen Jonas Osterholt, Cedric Osterholt, Vincent Lafleur, Julius Laudagé und Yannick Lieners auf die Nürnberger Strecke (750 m Schwimmen, 19,25 km Rad (5 x 3,85 km) und 4,9 Km Lauf (2,3 km + 2 x 1,3 km).

Foto: Helmut Rach

Nachdem bei den drei vorangegangenen Rennen (Frauen 1. und 2. Bundesliga und Männer 2. Bundesliga) aufgefallen war, dass der See in der Mitte nicht wirklich tief war, wurde nun beim letzten Rennen der Männer der 1. Bundesliga spontan die Schwimmstrecke verändert (die erste Orientierungsboje wurde verschoben und musste nun links liegen gelassen werden), was dazu führte, dass nun in der Mitte des Sees alle Athleten geballt zusammentrafen und es zu unschönen Situationen kam. Bereits der Schwimmstart war sehr chaotisch. Die Entfernung der zwei Startbojen war viel zu gering, um alle Starter unterzubekommen und während sich die zuerst aufgerufenen Teams ziemlich breit machten, hatte das zuletzt platzierte Team keine Chance Platz in der gedachten Linie zwischen den Bojen zu finden. Dies wurde aber durch „leises“ Rufen der Wettkampfrichter gefordert. Der Start erfolgte dann einfach nach Zeitplan ziemlich chaotisch, ohne dass wirklich Ruhe und Vorbereitung unter den letztplatzierten Athleten stattfinden konnte.

Cedric Osterholt fand beim Schwimmen einen guten Platz und kam als Fünfter nach 8:50 min aus dem Wasser und schaffte es so auf dem Rad in die erste Gruppe, wo er auch konstant mithalten konnte. Ihn erwischte leider direkt als Erster eine Zeitstrafe von 10 Sekunden wegen Überfahren der Mittellinie, was aber aufgrund der schmalen Kurven und Strecke kaum zu vermeiden war. Nach 27:13 min ging er gemeinsam mit einer großen Gruppe auf die Laufstrecke, die verwinkelt entlang der Pegnitz an zahlreichen Spaziergängern bis zum Hauptmarkt Nürnbergs führte und erreichte als 21. mit einer Zeit von 15:58 min dann das Ziel (Gesamt: 53:44).

Vincent Lafleur kam mit 09:31 Minuten als 40. aus dem Wasser, konnte sich gut in der großen Verfolger-Radgruppe halten (27:37 min Rad) und konnte beim Laufen weiter Gas geben (Lauf: 16:05 min) und erreichte als 40. mit einer Gesamtzeit von 55:07 min das Ziel.

Jonas Osterholt bekam unter dem Gemetzel des Schwimmens extreme muskuläre Probleme und konnte somit am Sonntag leider nicht die volle Leistung abrufen. Dennoch kämpfte er sich in der Verfolger-Radgruppe gut nach vorne und versuchte beim Laufen noch einmal alles zu geben. Dass hier mehr geht, hatte er beim ersten Rennen in Berlin bewiesen. Jonas erreichte nach 55:09 min als 41. das Ziel in der Altstadt Nürnbergs (Schwimmen: 9:36 min/ Rad: 27:30 min/ Lauf: 16:10 min).

Julius Laudagé zeigte eine sehr zufriedenstellende Leistung. Beim Schwimmen kam er als 49. nach 9:38 min in die Wechselzone. Beim Rad fahren verlor er aufgrund der holprigen Strecke die Sehstärke seiner Radbrille und schaffte es aber trotzdem an seiner Gruppe dran zu bleiben (29:39 min). Mit einer Laufzeit von 17:22 min und einer Gesamtzeit von 57:42 min kam er als 65. ins Ziel.

Auch Yannick Lieners kämpfte mit den Tumulten im Wasser (Schwimmen: 9:52 min), verpasste knapp die Chance, sich an Julius‘ Radgruppe zu hängen (Rad: 30:59 min) und konnte dann aber beim Laufen noch einmal richtig Vollgas geben mit der besten Laufzeit von 15:57 min des Teams. Nach 58:47 min kam er als 68. ins Ziel.

So erreichte das Team PSD Bank Tri Post Trier hinter dem hep Team NSU und Triathlon one Witten in der Gesamtwertung Platz 9. Eine tolle Team-Leistung auch dank des Support-Teams vor Ort mit Team-Coach Irmela-Sophie Letz und Fabian Kebig, Helmut Rach und Annette Friedrich, Andreas Grub, Janina und Lotti Ahrens, Nina Fischer und Nicole Böhme-Laglasse.

Somit haben sich das Trierer Team in der Endwertung den 8. Platz gesichert. Beim letzten Rennen in Saarbrücken am 28. August wird es noch einmal spannend. Vor allem der Kampf um Platz 1 ist noch nicht entschieden, liegt das EJOT Team TV Buschhütten aktuell nur mit einem Punkt knapp vor dem Hylo Team Saar. PSD Bank Tri Post Trier wird alles geben, um den 8. Platz zu halten und damit das avisierte Saisonziel zu erreichen.