Ein Bericht von Sascha Gressnich

Hof an der Saale, 26. Mai 2019:

Um 14:29 Uhr, also 1 Minute vor der Siegerehrung, kommen wir als letztes Team des Starterfelds ins
Ziel … und sind trotzdem total happy, weil wir von den Veranstaltern, den anderen Teilnehmern und
tollen Fans mit viel Applaus empfangen werden. Als „Ersttäter“ haben wir die Classic-Distanz des
Swimrun Hof nach knapp dreieinhalb Stunden erfolgreich bewältigt und wollen nun einen kurzen
Abriss geben, weshalb Werbung für diese noch sehr junge Sportart lohnenswert ist.

Am Start verdecken nur ein paar Wölkchen die Sonne, es sind ungefähr 17° Außentemperatur. Beste
Bedingungen für die nun folgenden knapp 16km Laufen und ungefähr 4km Schwimmen.
Gewissenhaft verfolgen wir mit den anderen Teilnehmern das Briefing (siehe Foto, Andreas Geißer).

Um 11 Uhr fällt der Startschuss und vor uns liegen nun drei Runden Ausdauersport um den
Untreusee, der idyllisch in einer facettenreichen Landschaft liegt. Die 26 Teilstrecken – immer wieder
abwechselnd Laufen und Schwimmen – eignen sich hervorragend für uns „Ersttäter“, da keine
Einzelstrecke für sich unsere maximale Leistungsfähigkeit abfordert. Insofern ist der Swimrun Hof der
optimale Ort für weitere Prämierenstarter, die Swimrun einmal ausprobieren möchten. Kleiner Tipp:
Wer sich die drei Runden nicht zutraut kann am Sprintrennen (eine Runde) teilnehmen, in welchem
neben Teams auch Einzelstarter zugelassen sind!

Bevor man das erste Mal im See schwimmt ist der Respekt vor der Wassertemperatur schon da, die
dieses Jahr bei knapp 15° liegt. Doch aufgrund einer etwas anspruchsvolleren Teilstrecke beim Laufen
sind wir zwischendrin sogar froh wieder ins kühle Nass springen zu dürfen. Hintergrund: jede Runde
wartet der Schaumberg auf uns, der auf einer zum Teil steilen Waldstrecke bezwungen wird (siehe Foto,
Jochen Bake).

Auch wenn der Wettkampf natürlich viele Kräfte raubt haben wir zu jedem Zeitpunkt sehr viel Spaß.
Respekt zollt uns auch das neugierige Publikum, welches uns teilweise doch etwas erstaunt anschaut,
aber trotzdem anfeuert. Was denkt sich wohl ein Spaziergänger, wenn er die Teilnehmer im
Neoprenanzug und mit weiteren Utensilien über Stock und Stein laufen und mit Schuhen an den
Füßen den See durchqueren sieht? Uns egal, die Sportart steckt nun mal noch in den Kinderschuhen!

Trotz der relativ langen Wettkampfzeit fühlt sich alles sehr kurzweilig an und mit jeder bewältigten
Runde wird die Mini-Sorge „Schaffen wir das?“ kleiner. Auch die zwischenzeitlich erhaltene Info,
dass wir das Schlusslicht des Teilnehmerfeldes bilden, entmutigt uns nicht. Und trotzdem sind wir
beide vor der letzten Schwimmstrecke froh, dass nach den abschließenden 400m am anderen Ufer
direkt das Ziel auf uns wartet. Geschafft! Wir sind überglücklich und irgendwie auch ein bisschen
stolz auf unsere Leistung (Foto siehe oben, Andreas Rau)!

Unsere Startergruppe „Mixed“ haben wir übrigens trotzdem gewonnen! Es gab ja auch nur uns. 🙂
Wenn man den Sprinterfolg im letzten Oktober beim Swimrun Essen (Urban Challenge) hinzu nimmt
sind wir also noch ungeschlagen. Nun liegt es an allen Lesern uns diese Titel streitig zu machen (was
zugegebenermaßen möglich sein sollte!). 🙂

Wir bedanken uns hiermit noch einmal ausdrücklich beim kompletten Wettkampf-Team, allen
Helfern und den Fotografen an der Strecke, die zusammen eine einzigartige Veranstaltung auf die
Beine gestellt haben. Eines ist sicher: nächstes Jahr gehen wir als „Wiederholungstäter“ an den Start!
Und vielleicht bringen wir ja das ein oder andere weitere Team aus der Region Trier mit nach Hof …

Noch ein paar weitere Eindrücke vom Wettkampf findet ihr hier:
https://www.frankenpost.de/fotos/sport/3-SwimRun-in-Hof;cme673850,6167155

Und noch mehr allgemeine Informationen zum Swimrun Hof gibt es hier:
http://www.swimrunhof.de/

 

Herzlichen Glückwunsch ihr beiden. Das scheint echt Spaß gemacht zu haben 🙂 (Anmerkung d. Red.)