Alexander Morgen & Judith Seitz haben Berichte geschrieben, viel Spass beim Lesen.

Hier der Bericht von Alexander Morgen:

Vergangenes Wochenende verbrachten wir in Köln beim Cologne Triathlon Weekend.

Bereits am Samstagmorgen bestritt Paul seinen Wettkampf über 50m Schwimmen im Fühlinger See, 2km Radfahren und 500m Laufen. Paul erreichte von den 47 Startern einen tollen 13. Platz.

       

Am Sonntag war ich dann an der Reihe, um meine Mitteldistanz-Premiere zu feiern. Besonderen Respekt hatte ich im Vorfeld vorm Schwimmen, doch im Fühlinger See fühlte ich mich von Anfang an wohl, und in für mich guten 36:32 min waren die 1,9km erledigt.
Ab auf’s Rad. Eigentlich wollte ich es defensiv angehen, aber es rollte vom ersten Meter an fantastisch. Die unglaubliche Stimmung unserer Supporter-Crew tat ihr Übriges, dass bereits nach gut 2:48h auch die auf knapp 100km verlängerte Radstrecke abgehakt werden konnte.
Ziemlich einfach bislang. Dies änderte sich dann aber beim abschließenden Halbmarathon, der zum Kampf gegen mich selbst wurde. Nach knapp 2h war aber auch dieser beendet, und glücklich, stolz und erschöpft wurde das Ziel erreicht.

Fazit nach 5:29:26h und rund 120km: Es war ein wahnsinniges Erlebnis, das von mir alles abverlangte und mich ans Limit brachte. Umso glücklicher bin ich nun, es tatsächlich durchgezogen zu haben.

        

Hier der Bericht von Judith Seitz:

„Hätte, hätte, Fahrradkette“. Nie passte dieser Spruch besser als am vergangenen Sonntag beim Triathlon in Köln. Für meine zweite Mitteldistanz hatte ich mir wieder Köln ausgesucht. Trotz der in vielen Punkten mangelhaften Orga dort. Aber ich wollte eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr. Die wurde im Vorfeld direkt zunichte gemacht, weil der gesamte Wettkampf jetzt wieder am Fühlinger See stattfindet und sich Rad- und Laufstrecke geändert haben. Gut, dafür gibt es Gründe und sie wurden auch kommuniziert. Zwei Tage vor dem Wettkampf erfuhr ich dann aber nur durch Zufall, dass die Radstrecke verlängert wurde. War sie letztes Jahr auf dem Papier 90 km – de facto aber nur 86 – sollten es dieses Jahr 96 sein! Viele hörten erst bei der Wettkampfbesprechung davon. Mit deutlich weniger Trainingsumfang als 2017 und nicht allzu hohen Erwartungen bin ich dann am Sonntag gestartet. Vor dem Schwimmstart der erste Adrenalinschub: Ich war in der zweiten Startgruppe eingeteilt, hatte aber eine rote Badekappe (wie die erste Startgruppe) und die anderen alle eine schwarze. Das fiel sogar einem Kampfrichter auf, der meine Nummer notierte, falls die Zeit korrigiert werden müsste. Dann beim Schwimmen die absolute Überraschung: Drei Minuten schneller als vergangenes Jahr. Haben Irmis Tipps tatsächlich gefruchtet. Also euphorisiert nach dem Schwimmen schnell aufs Rad gewechselt – und dann das Fiasko: Ein Tritt in die Pedale und die Kette krachte runter. Keine Ahnung, wie das passiert ist. Auf jeden Fall verhakte sich das Ding so dermaßen zwischen Kettenblatt und Kurbel, dass ich sie nur mit brachialer Gewalt und fremder Hilfe (hüstel) wieder raus bekam. Vier Minuten futsch. Die Zeit habe ich zwar wieder wettgemacht, ärgerlich aber trotzdem. Die neue Radstrecke war meist leichter zu fahren als letztes Jahr, weil keine dunklen Tunnel und kreuzende Fußgänger für Herzrasen sorgten. Dafür gab es neue Schikanen wie Bürgersteige, rutschige Blindenstreifen und Straßenbahnschienen. Und ordentlich Wind, der gefühlt permanent von vorne kam. Am Ende waren es 97,5 km, also deutlich mehr als letztes Jahr. Den Radschnitt konnte ich trotzdem um ein km/h verbessern und hatte noch genug Energie für die Laufstrecke. Beinahe hätte ich den Halbmarathon unter die zwei Stunden gerettet, aber dafür reichte es dann doch nicht ganz. Immerhin bin ich insgesamt unter sechs Stunden geblieben und habe damit noch eine Medaille bekommen. Die waren nämlich auch schnell aus, genauso wie das alkoholfreie Bier. Insgesamt muss ich leider sagen, dass Köln von der Organisation her wirklich unterirdisch ist. Zwei Wettkämpfe dort reichen definitiv. Aber mit meinem Ergebnis bin ich trotz Panne überaus zufrieden. Danke Marc, Irmi und Engel fürs Training und die gute Vorbereitung! Auch wenn ich Trier im Oktober verlassen werde, für die Tri Post bleibe ich weiter am Start.

  

Ergebnisse:

Colgne Kids 1 (50 m / 2000 m / 500 m)
PLATZ NAME AK-PL SWIM RAD LAUF GES-ZEIT
13 Paul Morgen 10 00:02:21 00:04:16 00:02:20 00:12:09

 

Colgne Smart (0,7 km / 24 km / 7 km)
PLATZ NAME AK-PL SWIM RAD LAUF GES-ZEIT
337 Maike Hausberger 8 00:15:19 00:58:20 00:38:29 01:58:57

 

Colgne Half (1,9 km / 90 km / 21 km)
PLATZ NAME AK-PL SWIM RAD LAUF GES-ZEIT
155 Alexander Morgen 17 00:36:32 02:48:20 01:58:29 05:29:57
302 Judith Seitz 6 00:38:22 03:13:20 02:02:29 05:59:58
352 Christian Schneider 44 00:32:18 03:01:20 02:28:29 06:13:50

Vielen Dank für die tollen Berichte und Herzlichen Glückwunsch euch allen !