Anbei der Bericht von Martin Kasel über ein besonderes Rennen in Miami:

Endlich wieder reisen, endlich wieder racen. Unter diesem Motto machten wir uns auf in den Sonnenstaat Florida. Wir, dass sind Jens Roth, Nils Lauterbach und ich, Martin Kasel.

Für Jens stand bereits zwei Tage nach der Ankunft sein Profirennen an. Wer die Triathlonszene verfolgt, dem sollte Clash Miami (vorher Challenge Miami) ein Begriff sein. Ein topbesetztes Profirennen im Inneren des Homestead-Miami Speedway. Dort wo eigentlich Nascar-Fahrzeuge vor zehntausenden, frenetisch jubelnden Amis im Kreis fahren.

Neben Jens standen Topstars, wie z.B. Sam Long, Ben Kanute oder Jonas Schomburg an der Startlinie. Jens konnte durch seinen vierten von 55 Plätzen nach dem Schwimmen einiges an Fernsehzeit bei der Liveübertragung erhaschen. Ein beherzter Auftritt im Anschluss auf dem Rad führte dazu, dass er sich verdammt lange in den Top 5 aufhalten konnte. Erst am Ende der 17 Radrunden und zu Beginn der sieben Laufrunden musste Jens Federn lassen. Die kurzfristige Anreise und 33 Grad Sonne taten ihr übriges. Am Ende kann Jens trotzdem stolz sein auf seinen 30. Platz. Er hat mal wieder gezeigt, dass er nicht nur im Crossbereich eine starke Nummer ist.

Bereits einen Tag später, morgens um 07:30 Uhr Ortszeit stand für mich der Sprintduathlon an. 1,6km Laufen, 20km Radfahren, 5km Laufen. Für den Radteil konnte ich auf das Zeitfahrrad von Jens zurückgreifen. Direkt zu Beginn des ersten Laufes konnte ich mich absetzen und so ging es auf einem fremden Rad auf die Radstrecke. Zum Glück konnte ich das Rad morgens schon mal bei einer kurzen Fahrt ausprobieren. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 39 Km/h konnte ich sehr gut leben und so kam ich einigermaßen locker in die zweite Wechselzone. Doch bereits bei Kilometer eins, beim abschließenden 5km Run merkte ich, dass es noch ein langer Weg sein würde. Im Inneren des Speedways mussten zwei Laufrunden absolviert werden. Der 5km Run war ein echter Kampf und ich konnte diesen in 18:23 finishen.

Dadurch, dass der Sprinttriathlon und auch der Staffeltriathlon fast zeitgleich starteten, hatte ich keine Ahnung, welchen Platz ich belegt hatte. Die Suche nach den Ergebnissen gestaltete sich äußerst schwierig und so fand Jens erst 30 Minuten heraus, dass ich den Duathlon sogar gewinnen konnte in einer Endzeit von 56:25 Minuten. Einfach der Wahnsinn! Als Pokal gab es einen kleinen Helm, passend zum Speedway.

Im Anschluss an das Rennwochenende geht es nun ins 25 Kilometer entfernte Miami, für ein paar Tage Urlaub, bevor es wieder zurück nach Deutschland geht.