NicoleB

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Bilder sprechen mehr als Worte – traumhafte Wetterbedingungen erwarteten die Tri Postler, die am Trainingscamp mit Schwimmtrainer Engel Mathias Koch und Triathlon-Trainer Marc Pschebizin teilnahmen. Perfekt für die Ausdauer-Einheiten per Langlauf!

Auch Tri Kids Lilly Förster und Carla Thees waren fleißig dabei und paukten nebenher noch für die Schule.

Tolle Ergebnisse beim Aquathlon am vergangenen Sonntag in Luxemburg für Tri Post Trier

Jonas Osterholt Platz 2

Cedric Osterholt Platz 3

Julius Laudagé Platz 10

Emie Vandenbussche Platz 3

Nele Wihl Platz 5

Julie Vandenbussche Platz 5

Susie Vandebussche Platz 1

Fabian Drexler Platz 11

Giovanna Engel Platz 11

Lisa Wihl Platz 17

https://www.volksfreund.de/sport/laufen/gelungener-saisonauftakt-fuer-tri-post-trier-beim-aquathlon_aid-65441187

 

Ein Hund, zwei Sportler, drei Disziplinen, vier Kinder: Wie Miriam Engel-Haumann und Hendrik Haumann ihre Träume vom Ironman-Triathlon mit dem Familienleben in Einklang bringen.

Am Küchenschrank des Holzhauses im Neweler Ortsteil Beßlich hängt der Zettel, den Miriam Engel-Haumann für unentbehrlich hält. Kurz und knapp ist in der Tabelle handschriftlich notiert, was für die 40-Jährige und ihren Mann Hendrik in der aktuellen Woche auf dem Trainingsplan steht. Immer haben sie diesen so im Blick. „Sonst würde, glaub ich, Chaos ausbrechen“, sagt sie lachend.

Organisation ist für das Ausdauersportler-Paar das A und O. Das Ziel: der Langdistanztriathlon im fränkischen Roth im kommenden Juli. Die Distanzen von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42,195 Kilometer laufen, gemeinhin oft als Ironman bezeichnet, erfordern von berufstätigen Hobbysportlern neben Ausdauer- auch eine gehörige Portion Organisationstalent. Zumal, wenn zur Familie wie bei Miriam und Hendrik vier Kinder und ein Hund gehören. Lauf-, Radfahr- und – in Corona-Zeiten besonders aufwändig – Schwimmtraining müssen nicht nur mit dem Berufs-, sondern auch mit dem Familienleben in Einklang gebracht werden.

Deshalb ist der Trainingsplan am Küchenschrank der Familie Engel-Haumann unverzichtbar. „Ich bin Frühaufsteher und habe keine Probleme damit, um fünf Uhr morgens auf die Rolle zu gehen“, berichtet Hendrik Haumann, dass der Tag gerade im Winter für ihn zuweilen mit einem Indoor-Radtraining beginnt. Oder er fährt zum frühmorgendlichen Schwimmen nach Luxemburg.

Von den Kindern verlässt als Erste die zwölfjährige Giovanna das Haus. Miriam Engel-Haumann sorgt dafür, dass deren jüngere Geschwister in Schule und Kindergarten kommen, bevor sie sich eine Stunde fürs Training abzwacken kann. Zwischenzeitlich sitzt auch Ehemann Hendrik an der Arbeit – wegen Corona nicht im Büro in Luxemburg, sondern im Homeoffice. „Man hat ein bisschen mehr Zeit, weil man die Fahrt spart“, nennt der 41-Jährige einen Vorteil.

Zeit ist das knappste Gut bei Familie Engel-Haumann. Miriam hat bereits Ende September, bei der sogenannten Challenge Roth, erstmals die Ironman-Distanzen bewältigt, in der hervorragenden Zeit von 10:34:54 Stunden. Das brachte der Sportlerin von Tri Post Trier (Triathlon) und TG Konz (Laufen) unerwartet den zweiten Platz in der Altersklasse W 40 und den Vizeeuropameistertitel auf der Triathlon-Langdistanz ein. 2022 sollte ursprünglich nur Hendrik sein Debüt auf der Langdistanz feiern. „Erst hatte ich gedacht, ich mache ein paar Jahre Pause, weil das Training doch immer Ausnahmezustand bedeutet“, lässt Miriam durchblicken. Bis zu 25 Stunden Training pro Woche in den Familienalltag zu integrieren, koste Kraft. Doch ihr Erfolg hat ihren Ehrgeiz noch mehr geweckt. 2022 will Miriam Engel-Haumann es noch einmal mit dem langen Kanten versuchen.

Die organisatorischen Herausforderungen werden also noch größer, nachdem sich Hendrik in diesem Jahr nur aufs Laufen konzentrierte. Eine neue 10.000-Meter-Bestzeit (36:37,28 Minuten) und ein Marathon sicher unter drei Stunden (2:53:08 Stunden) waren zwei seiner besten Resultate. Die ließen ihn nicht nur wegen der Zeiten aufatmen. Denn Ende 2020 bekam der ehemalige Fußballer infolge einer Corona-Infektion Herzprobleme, durfte drei Monate lang überhaupt keinen Sport treiben. Seinen geplanten Langdistanz-Start in Roth verschob er auf 2022. Checkups und Leistungsdiagnostik bestätigten sein Gefühl: Er ist wieder fit, aber vorsichtiger als zuvor. Bei einen Lauf-Start im Oktober in Föhren verzichtete Hendrik Haumann zuletzt. Sein Ruhepuls war höher als normal. Er kümmerte sich deshalb lieber um die Kinder und betreute seine Frau und die älteste Tochter Giovanna, die längst ebenfalls im Triathlon und als Läuferin aktiv ist.

Saison 2021 – Ein Rückblick

Rippenbrüche zum Start und ein gebrochener Arm zum (schlechten) Ende. Aber dazwischen lag eine passable Saison. Ein kurzer Rück- und Ausblick von Andreas:

Mitte November: Der linke Arm ist sauber eingegipst, der letzte Wettkampf der Saison 2021 abgesagt. Damit schließt sich der Kreis. Zeit für einen Rückblick. Anfang März stürze ich mit dem Mountainbike und breche mir drei Rippen. Zehn Tage geht nichts mehr. Schade, denn seit Anfang Dezember hatte ich ordentlich trainiert und war schon ganz gut in Form. Aus der geplanten Mitteldistanz im März wird also nichts. Die Pause macht sich vor allem beim Laufen bemerkbar. Erst Mitte April wird es wieder besser, auch dank einiger nicht sehr spaßiger Intervalleinheiten auf dem Laufband. Das neue Ziel sind die nord-amerikanischen Meisterschaften in Tulsa. Mitte Mai stehe ich dort an der Startlinie und komme sauber durch: 10:16 Stunden reichen für den 6. Platz in der Ak und einen Slot für die Weltmeisterschaften, die – wie wir jetzt wissen – nicht im Oktober in Kona stattgefunden haben, sondern erst Anfang Mai 2022 in St. George/Utah ausgetragen werden.

Es folgen drei Mitteldistanzen: Ironman Gydnia im August, Ironman Istrien im September und schließlich die Challenge Montenegro im Oktober. Der schnellste Laufsplit bringt mich jeweils auf’s Podium, Platz 2 in Gdynia und Istrien und in Montenegro reicht es für das oberste Treppchen. Perfekt läuft keines dieser Rennen: In Gydnia komme ich nach dem Schwimmen partout nicht aus dem Neo, in Istrien fällt mir die Kette zweimal runter und in Montenegro verliere ich an die fünf Minuten, weil ich den Helmverschluss plötzlich in der Hand habe. Na ja, irgendwas is‘ halt immer. Immerhin: Der zweite Platz in Gdynia sichert mir den Slot für die 70.3-Weltmeisterschaft Mitte September 2022, dummerweise wieder in St. George. Zurück zum Anfang: Eine letzte Mitteldistanz soll es noch geben, aber drei Tage vor der Abfahrt falle ich wieder vom Mountainbike (ich sollte das wirklich lassen, denn offenbar kann ich es nicht!) und breche mir den Ellenbogen. Gut, dann also Off-Season mit Gipsarm. Gegenüber der letzten Off-Season – zwei Wochen Quarantäne in einem türkischen Hotelzimmer – ein echter Fortschritt.

In 2022 wird der Fokus wieder stärker auf der Langdistanz liegen. Gut möglich, dass ich schon im März oder April versuche, einen Slot für Kona zu bekommen. Wird schwer, denn wegen dem ganzen Corona-Hin und Her gibt es diesmal nur 45 statt 60 Slots pro Rennen. Im Mai und September die zwei Ironman-Weltmeisterschaften und mal sehen, was dazwischen noch kommt. Vielleicht gibt es im Sommer ja auch mal wieder ein paar Ligawettkämpfe…

 

Andreas

 

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