Natalie Weides

FOTO: Jörg Ehses

Hier der Artikel aus dem TV vom 06.07.2018

Die Porta muss warten

Der 18-jährige Giulio Ehses hat sich als deutscher Triathlon-Vizemeister der Junioren für die Europameisterschaften in Estland qualifiziert.

Grimma/Potsdam/Trier. Der Trierer Giulio Ehses hat sich als deutscher Triathlon-Juniorenvizemeister für die Europameisterschaften qualifiziert. Von Holger Teusch

Der Familienurlaub ist für Giulio Ehses abgesagt. Auch seine Freunde in Trier müssen sich noch etwas gedulden, bevor sie den 18-Jährigen mal wieder in seiner Heimatstadt treffen können. „Eigentlich wollte ich seit Dienstag bei meinen Eltern sein“, berichtet Ehses. Doch statt nach zwei Monaten endlich wieder die Porta Nigra zu sehen, ging es ins Trainingslager nach Kienbaum bei Berlin. Denn als deutscher Triathlon-Vizemeister der Junioren hat sich der Schüler der Sportschule Potsdam für die Europameisterschaften vom 19. bis 22. Juli in Estland qualifiziert.
Der zweite Platz bei der deutschen Meisterschaft im sächsischen Grimma kam dabei nicht ganz überraschend. Das EM-Ticket schon. „Mein Trainer sagte vorher, dass nur der Erstplatzierte zur EM fährt. Das wäre unrealistisch gewesen. In Richtung Podium habe ich schon geschielt“, berichtet Ehses. Doch nicht auf der Rechnung hatten Trainer Tom Kosmehl und sein Athlet, dass einige EM-Tickets bereits vorzeitig nach diversen Leistungsüberprüfungen vergeben waren. Und an Giulio Ehses ging nach seinem couragierten DM-Rennen kein Weg vorbei.
Nach seinem zweiten Platz beim Deutschlandcup im badischen Forst konnte sich Ehses seinen Platz beim Schwimmstart aussuchen. Von ganz links außen kämpfte er sich in die Spitze. „Ich dachte, ich sei schlecht weggekommen. Aber an der Wendeboje habe ich gesehen, dass ich Sechster war, und ich konnte die Füße der Spitzenschwimmer halten“, berichtet der mehrfache Volksfreund-Jugendlaufsieger beim Trierer Stadtlauf von seiner schwächsten Disziplin. 750 Meter schwamm Ehses in 9:05 Minuten, und nach einem schnellen Wechsel (33 Sekunden) fand er sich in der Rad-Spitzengruppe wieder. „Ich habe mir gedacht, ich gehe direkt auf Attacke“, berichtet der Trierer. So konnte seine Gruppe (wie bei Olympischen Spielen war Windschattenfahren erlaubt) auf der gut 18 Kilometer langen, bergigen Strecke (Ehses‘ Zeit: 28:02 Minuten) eine halbe Minute Vorsprung auf die Verfolger herausfahren.
Den abschließenden 4,9-Kilometer-Lauf führte Ehses gut 1000 Meter lang an. Dann zog der als Lauf-Spezialist bekannte Saarländer Till Hellwig, der die Strecke in 14:36 Minuten absolvierte, vorbei. „Nach zwei Kilometern habe ich Seitenstechen bekommen. Das ist mir im Rennen noch nie passiert. Ich befürchtete schon, ich würde eingesammelt“, blickt Ehses auf bange Minuten zurück. Doch der angehende Abiturient verteidigte mit seiner Laufzeit von 15:03 Minuten zehn Sekunden Vorsprung auf seinen brandenburgischen Teamkameraden Philipp Wiewald und damit das EM-Ticket.

  

Fotos: Annette Bierbrauer-Kirsch

Hier der Bericht von RTV Homepage:

Ella Heß und Rebecca Bierbrauer glänzen bei ihrer ersten DM-Teilnahme

Mit sieben Kaderathleten machte sich RTV-Landestrainer Gerd Uhren und Betreuerin Manuela Radermacher auf den Weg zur Deutschen Meisterschaft der Jugend und Junioren im sächsischen Grimma. Nach dem starken Ergebnis von Rebecca Bierbrauer beim Rennen in Forst, dass die Athletin aus Trier auf dem achten Platz beendete, war das Ziel klar definiert: mindestens eine Top 10 Platzierung sollte beim Muldental-Triathlon erreicht werden. Aufgrund der selektiven Radstrecke war auch Ella Heß aus Ahrweiler vor dem Wettkampf sehr zuversichtlich, gilt sie doch aufgrund ihrer Erfahrung im Radsport als eine der stärksten Radfahrerinnen im Feld. So wurde dann auch das erste Rennen der weiblichen B-Jugend das spannendste und erfolgreichste aus RTV-Sicht.

Nach einem starken Beginn fand sich Rebecca im vorderen Feld wieder, ihre Teamkolleginnen Ella Heß und Nele Schiefer (Worms) stiegen nach 400m Schwimmen leider erst am Ende des Feldes aus der Mulde. Doch die Aufholjagd begann schon nach den ersten von zehn Kilometern auf der Radstrecke, die mit Anstiegen und technisch anspruchsvollen Kurvenpassagen gespickt war. Mit der schnellsten Radzeit konnte Ella den Kontakt zur Spitze wiederherstellen und lief als 15. knapp hinter Rebecca aus der Wechselzone. Zur schnellsten Radzeit kam dann noch die zweitschnellste Laufzeit hinzu, so dass sich Ella nach dem abschließenden 2,5km-Lauf bis auf den neunten Platz vorkämpfen konnte, lediglich 30 Sekunden hinter dem letzten Podestplatz.

Knapp 15 Sekunden später folgte Rebecca auf Platz 10 und komplettierte das starke Ergebnis für den RTV, der seit 2014 keine Top 10 Platzierung mehr erreichen konnte. „Das macht wieder Hoffnung für die kommenden Jahre“, ist sich Gerd Uhren sicher, „zwei so talentierte und motivierte Mädels wie Ella und Rebecca, die ja noch im jüngeren Jahrgang unterwegs sind, werden uns noch viel Freude bereiten.“ Und auch Nele Schiefer, die am Ende Rang 45 belegte, zeigte eine ansprechende Leistung, die das Mädchenteam am Ende den sechsten Platz in der Teamwertung bescherte.

Herzlichen Glückwunsch, Rebecca !

               

Fotos: Marc Pschebizin

Hier der Bericht aus dem TV:

Triathlon: Zweitligist aus Trier gut drauf

HILPOLTSTEIN. (teu) Der zweite Platz beim Auftaktrennen zur Zweiten Triathlon-Bundesliga Süd in Darmstadt war keine Eintagsfliege! Das bewies das Team von Tri Post Trier am vergangenen Samstag beim zweiten Liga-Wettkampf der Saison am Rothsee in Bayern.

Zwar verpasste die Mannschaft als Viertplatzierte hinter den Lokalmatadoren aus Roth eine Podiumsplatzierung um vier Punkte (81:77), belegt nun aber in der Liga-Tabelle nach den ersten beiden (von fünf) Wettkämpfen den dritten Platz. Bester Trierer war der kurzfristig für den erkrankten Darmstadt-Besten Andreas Theobald eingesprungene Jens Roth als Zweitplatzierter. Der 30 Jahre alte Crosstriathlon-Meister hatte sich nach unbefriedigenden Ergebnissen bei internationalen Xterra-Rennen eine Wettkampfpause verordnet, bekam von behandelnder Ärztin und Physiotheapeut aber grünes Licht. Der ehemalige Leistungsschwimmer Roth kam nach 750 Meter Schwimmen in 8:52 Minuten wie gewohnt als Erster an den Strand von Hilpoltstein und verlor auf dem Rennrad (19,5 Kilometer in 28:36 Minuten) und beim Fünf-Kilometer-Lauf (17:20 Minuten) kaum Zeit.

Nur der Darmstädter Christoph Bentz (56:07) war 20 Sekunden schneller. Tim Dülfer (58:56) kämpfte sich als zweitschnellster Trierer mit schnellem Abschlusslauf (17:04) auf den 19. Platz vor. Komplettiert wurde das Tri-Post-Team durch Nicolas Krämer (29. in 59:51), Maximilian Nichterlein (31. in 1:00:04 Stunden) und Peter Morbe (58. in 1:04:07). Das dritte Zweite-Bundesliga-Rennen findet in einem Monat (22. Juli) in Mühlacker (Baden-Württemberg) statt.

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Platz 2 in der Teamwertung! Besser hätte es beim Auftaktrennen der 2. Bundesliga für unsere Jungs kaum laufen können. Andreas Theobald gelang mit Platz 3 sogar in der Einzelwertung der Sprung auf das Podest. Dicht dahinter Tim Dülfer auf Platz 7 und weniger als 25 Sekunden hinter Tim lief auch schon Nicolas Krämer als 14. ins Ziel. Kurz dahinter Maximilian Nichterlein auf Platz 29, der die geschlossene Mannschaftsleistung komplett machte. Unser neuer Mann, Gregory Baustert wurde nach einer starken Performance auf dem Rad, aufgrund eines noch nicht ganz ausgeheilten Ermüdungsbruchs, nicht mehr auf die Laufstrecke geschickt.

Neben den guten Resultaten ist es Coach Marc Pschebizin gelungen, ein richtiges Team auf die Beine zu stellen. Dieser Teamgeist zeigte sich dieses Jahr bereits in vielen gemeinsamen Trainingseinheiten und internen Trainingswettkämpfen. Auch die Tatsache, dass Nico Saurenz die Tri Post Starter am vergangenen Wochenende unterstützte, obwohl er nicht gestartet ist, spricht für dieses Team. Des Weiteren mitangereist waren der Coach selbst sowie Edelsupporter Pauf Dülfer, der sich u.a. um den Transport sowie den Auf- und Abbau unseres neuen Promo Zeltes gekümmert hat.

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