Neues Rennformat

Das Team von PSD Bank Tri Post Trier musste beim 2. Rennen der 1. Bitburger 0,0 % Triathlon-Bundesliga, wie schon beim Liga-Auftakt vor drei Wochen in Berlin, wieder viele Reisekilometer absolvieren. Bis zum Austragungsort beim Luftschiffhafen Potsdam und zurück standen an diesem Wochenende knapp 1400 Kilometer auf dem Tacho des Team-Busses. Auf dem Gelände des Olympiastützpunktes Brandenburg galt es für das Team sich am Sonntag, 27. Juni, in einem neuen Rennformat zu beweisen.

Am Templiner See mussten zunächst jeweils vier Athleten quasi als Aufwärmprogramm bei einem Prolog um 11 Uhr (250 m Schwimmen, eine Runde), 2800 m Radfahren (eine Runde) und 1100 m Laufen (eine Runde) in Angriff nehmen.

Nach den Teamergebnissen im ersten Wettkampf in Berlin ging im 30-Sekunden-Takt immer einer der Teams nacheinander auf die Strecke der harten und kurzen Distanzen. Youngster Julius Laudagé, bereits in Berlin am Start, der kurzfristig für den erkrankten Jens Roth eingesprungen war, sprang somit als Siebter um 11 Uhr 03 ins Havel Wasser. Siebeneinhalb Minuten später folgte dann als 22. Cedric Osterholt. Oliver Gorges, in dieser Saison zum ersten Mal für Tri Post Trier dabei, startete dann im gleichen Abstand, bevor dann als Letzter Jonas Osterholt auf die Strecke ging. Beim Prolog galt Windschattenverbot auf dem Rad und so kämpfte jeder allein auf der doch etwas widrigen Strecke – die Radstrecke war auf jeden Fall sehr abwechslungsreich mit engen Kurven und unterschiedlichen Belägen wie zum Beispiel Kopfsteinpflaster oder Betonplatten mit Unebenheiten und auch die kurze Laufstrecke, die halb am Ufer des Templiner Sees vorbeiführte, war mit Sand und auch Schotter eine echte Herausforderung. „Ein solch harter und kurzer Kurs ist nicht für jeden Athleten etwas“, betont Headcoach Marc Pschebizin, „sowohl die unterschiedlichen Beläge, die engen Radkurven als auch die kurzen Distanzen, die es möglichst schnell zu absolvieren galt, fordern die Jungs bis an die Grenze heraus.“

Platz 11 erreichte im Prolog Jonas Osterholt mit einer Zeit von 11:52 min. (3:08 min Schwimmen/Platz 18; 4:18 min Rad/Platz 27; 3:18 min Lauf/Platz 6) Nur 9 Sekunden langsamer war Zwillingsbruder Cedric Osterholt, der mit 12:01 auf Platz 20 kam. (3:09 min Schwimmen/Platz 22; 4:19 min Rad/Platz 34; 3:20 min Lauf/ Platz 9)

Platz 49 ging mit 12:38 min Gesamt an Oliver Gorges (3:14 min Schwimmen/Platz 35; 04:33 min Rad/Platz 59; 3:38 min Lauf/Platz 49) und Platz 50 an Julius Laudagé mit 12:39 min (3:12 min Schwimmen/Platz 31; 4:32 min/Platz 58; 3:29 min Rad/Platz 31).

Zum Vergleich die schnellsten Zeiten für die einzelnen Disziplinen: 2:56 min Schwimmen; 4:03 min Rad; 3:13 min Lauf.

Julius hat beim Wechsel vom Rad leider eine Zeitstrafe kassiert wegen zu spätem Abstieg an der Dismount Linie (der Wechselteppich lag ziemlich eng nach der Kurve), was ihn sieben Plätze gekostet hat. Dem 17-Jährigen darf man hier keine Vorwürfe machen – für Julius ist es erst der zweite Start in der höchsten deutschen Triathlon Bundesliga und selbst erfahrenen Athleten passieren Fehler, so schwamm sowohl Mark Devay vom EJOT Team Buschhütten als auch Chris Ziehmer vom Hylo Team Saar falsch und beide verloren dadurch wertvolle Punkte. Beim Prolog war es schwierig, für die Supporter vor Ort den Überblick zu behalten, wer welche Platzierung unterwegs hatte und wen es nun wo anzufeuern galt. Zuschauer waren aufgrund der Hygienerichtlinien nur wenige vor Ort. Das Team PSD Bank Tri Post hat das aber sehr gut gemeistert, um jede Sekunde gekämpft und nach Addition der Einzelergebnisse einen sehr guten 9. Platz erzielt.

Nach der aus der Nordischen Kombination bekannten Gundersen-Methode (Die Staffel des schnellsten Prolog-Teams startet zuerst und die anderen Staffeln gehen in den Zeitrückständen an den Start, wie sie durch die Ergebnisse im Prolog ermittelt wurden) ist dann nach einer kurzen Erholungspause um 15 Uhr ein Relay-Verfolgungsrennen (250 m Schwimmen, 5600 m Radfahren, 1100 m Laufen) mit ebenfalls je vier Teammitgliedern über die Bühne gegangen. Für die Athleten bedeutete auch dies eine besondere Belastung, galt es den Körper nach der Pause nun wieder extrem zu fordern und über seine Grenzen zu gehen. Außer der Radstrecke (2 Runden) war die Strecke gleich, nur Windschattenfahren war nun erlaubt. Alle Teams veränderten aus taktischen Gründen die Reihenfolge der Athleten. Team PSD Bank Tri Post Trier ging nach 1:53 mit Cedric Osterholt auf Verfolgungsjagd hinter dem Team AST Team Süßen und vor Nikar Heidelberg. Cedric, aufgrund des Abstands wie Oliver und Julius auch komplett allein unterwegs, vergrößerte den Abstand nach hinten zu Heidelberg und KTT. Nach vorne war es aber unmöglich, an Süßen ranzukommen. Heidelberg kämpfte sich in Runde 3 ran und machte es Jonas auf der letzten Staffelrunde noch einmal so richtig schwer und spannend, als es in Führung auf die letzte Laufrunde ging. Doch die Heidelberger Führung hielt nur wenige Sekunden, denn Jonas gab auf der 1,1 km langen Strecke Vollgas und sicherte dem Team PSD Bank Tri Post Trier mit 17 Sekunden Vorsprung den 9. Platz.

Nach zwei von vier Rennen hat sich Team PSD Bank Tri Post Trier nun Platz 8 im Mittelfeld gesichert.

Für die Athleten von PSD Bank Tri Post stehen nun verschiedene eigene Wettkämpfe auf dem Plan, bevor es am 8. August nach Nürnberg ins dritte Rennen der 1. Bitburger 0,0 % Bundesliga geht.