Ein unerwünschter Ausgang im Kraichgau für PSD Team Tri Post Trier!

Das war schon eine andere Wettkampf-Vorfreude, Anspannung und Aufregung bei Athleten und Supportern von PSD Bank Tri Post Trier, unserer ersten Mannschaft, die sich früh um 10 Uhr am 1. Juni auf dem Weg zum Kraichgau gemacht hatten.

Der Wettkampfort im „Land der 1000 Hügel“ am Hardtsee in Ubstadt-Weiher war manchem schon bekannt, denn schließlich wird dort schon seit mehreren Jahren im Juni eine olympische und eine Mitteldistanz ausgerichtet. Am Vorabend vor diesen Wettkämpfen sollte nun zum vierten Mal der erste Bundesliga-Wettkampf dieser Saison stattfinden. Und wir mittendrin 🙂

Vor Ort fand sich das Team gut zurecht, stärkte sich nachmittags noch einmal gut bei einem gemeinsamen Essen – doch die Besonderheiten eines Bundesliga-Wettkampfes ließen die Nervosität immer weiter ansteigen. Eigene Wechselzone, eigener Check-in und spätestens die Beschilderung in der Wechselzone brachten selbst dem Hartgesottensten einen Gänsehaut-Moment.

Als Neuling in der 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga darf man da schon einmal ein bisschen beeindruckt sein, oder?

Da kann man auch darüber hinwegsehen, dass aus Dülfer Düfler wurde. Andis Trisuit wurde schließlich auch statt mit Theobald mit Theopald bedruckt 😉 (Schlechte Vorzeichen? Nein, wir sind nicht abergläubisch)

Die Jungs fuhren also noch einmal die Radstrecke zur genauen Einprägung gemeinsam ab, der Tri Post Trier-Pavillon wurde aufgebaut, die Startnummern-Tatoos angebracht, nach mehreren Gruppenfotos gemeinsam eingecheckt (muss das Team nämlich zusammen machen) und der Trainer brachte die Ersatz-Laufräder zum angewiesenen Ort, in der Hoffnung, dass sie nicht notwendig sein müssen.

Die Starting Five: Jens Roth, Tim Dülfer, Andreas Theobald, Adam Rudgley (Neuzugang aus Australien) und Timo Spitzhorn – PSD Bank Tri Post Trier.

Mit Trainer Marc, Nico Saurenz und Physio Irmela Sophie Letz.

Dann ging es zum Start der Frauen, um sich einerseits das Prozedere der Startaufstellung anzuschauen und sich andererseits die perfekte Schwimmlinie anzuschauen.

Uns schon ging es auch schon für unsere Jungs ans Einschwimmen. Der See war doch gefühlt kalt, es wird ohne Neo geschwommen, und an Land wurde es doch, trotz der tollen sommerlichen Temperaturen, recht frisch mit nassem Trisuit.

Um kur vor 20 Uhr war es dann soweit: Bereit machen zur Startaufstellung.

Vorher gab es Engels Schlachtruf (Video findet Ihr auf Facebook):

Hadigi hadigi Ha Hu Ha

Sum bum ba

Ha Hu Ha

Die einzelnen Mannschaften werden nach der Platzierung im vergangenen Jahr aufgerufen (Team und einzelne Namensnennung) und können sich dann ihren Startplatz aussuchen (zwischen den einzelnen Kanten und dort der Reihenfolge Ihrer Startnummern) und so wurde dann als erster Neuling in der 1. Bitburger 0,0 % Triathlon Bundesliga PSD Bank Tri Post Trier aufgerufen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Positionen am Rand bereits vergeben und so blieben nur noch die Plätze in der Mitte übrig. Kampf im Wasser vorprogrammiert. Auxh hier findet Ihr ein Video auf Facebook.

Startschuss um 20 Uhr. Gänsehaut pur für die Supporter. Jens sagt im Nachgang über die erste Disziplin: „Schwimmen war hart für mich. Ich habe einfach nicht in meinen Rhythmus gefunden.“

Andi und Tim landen gemeinsam in einer Gruppe, die sich dann aber verschwimmt bei den Bojen und dann wieder ein Stück zurück schwimmen muss.

Jens kommt als Dreizehnter nach 9:06 Minuten aus dem Wasser, schafft es in die Führungsradgruppe, die von Anfang an mit 40-50 Athleten sehr groß ist. Adam kommt als Zweiter von PSD Bank Tri Post Trier in die Wechselzone, 46. von 82 Startern mit einer Zeit von 9:24 Minuten. Dann Timo mit 9:32 Minuten (57.), Andi (10:20 min, 76.) und Tim (10:21, 77.)

 

Adam schafft es in die Führungsradgruppe zu kommen. Timo ist in der zweiten Gruppe, die sich im Laufe der vier Runden an die große Führungsgruppe ranarbeitet, die damit auf über 60 Radfahrer anwächst. Eine gefährliche Situation, bei der Jens ja bei seinem Bundesliga-Debüt vor ein paar Jahren schwer gestürzt ist. Daher hält er sich eher außen, um der Gefahr aus dem Weg zu gehen. Und das sollte ihm scheinbar zum Verhängnis werden. Doch dazu später mehr.

Und dann kommt es tatsächlich auch zu einem Crash auf der Radstrecke in der Führungsgruppe. Neuseeländer Ryan Sissons und Linus Stimmel vom Ejot Team TV Buschhütten stürzen und müssen den Wettkampf verlassen, zum Glück nicht stark verletzt. Timo fährt übrigens als Drittschnellster (24:39 auf 5 km) des Abends Rad.

Tim und Andi erwischen eine schlechte Radgruppe, die kaum Druck macht, so dass sie diese beide verlassen und zu zweit Tempo machen. „Es wäre viel einfacher gewesen, wenn hier mehrere Athleten zusammen gekämpft hätten. Dann hätten wir uns besser rankämpfen können“, so Tim rückblickend.

So kommt in der ersten großen Gruppe Jens als Erster von PSD Bank Tri Post Trier auf die Laufstrecke nach einer Radzeit von 25:15, gefolgt von Adam (Rad: 25:05 min). Dann kurze Zeit später Timo nach 24:39 Minuten Rad, Tim und Andi (26:58).

Jetzt gilt es noch vier Runden auf einem engen Parcours zu laufen. Immer die Penalty Box im Blick, ob man eine Zeitstrafe kassiert hat und pausieren muss. (Beim Schwimmstart haben einige bereits vor dem Startschuss den Teppich verlassen und so eine Zeitstrafe erhalten. Tim kam leider auch nicht ohne davon, da er Schwimmbrille und Mütze nicht in die Box in der Wechselzone getroffen hat)

Nach 15:38 Minuten kommt Adam als 36. Gesamt ins Ziel. Jens nach 16:21 Minuten als 46., gefolgt von Timo (16:31) Platz 48 Gesamt. Tim als 67. nach 16:40 Minuten und Andi als 68. mit einer Laufzeit von 16:50 Minuten.

Endergebnis 500m Swim, 20 km Bike, 5 km Run:

Adam Rudgley 51:18 (2:06 hinter dem Ersten)

Jens Roth 51:51

Timo Spitzhorn 51:56

Tim Dülfer 55:07

Andi Theobald 55:17

Als alle im Ziel sind, dann das bange Zittern. Erst scheint es, dass Tim eine mögliche zweite Zeitstrafe nicht abgesessen hat und dadurch nicht in die Wertung kommt. Das wird aber zurückgenommen.

Dann kommt es aber viel schlimmer. Jens wird disqualifiziert, weil er beim Rad fahren bei einem wohl gefährlichem Überholmanöver die Mittellinie überfahren haben soll.

Somit rutscht PSD Bank Tri Post Trier von Platz 13 auf den letzten Platz.

Der Schock sitzt bei allen tief und muss erst einmal emotional verarbeitet werden.

Nach ein paar Tagen Verschnaufpause heißt es nun aber für PSD Bank Tri Post Trier:

Kopf hoch! Jungs, Ihr habt hart gekämpft! Das Niveau ist hammerhart – das war klar. Aber Ihr könnt mithalten und den Ligaerhalt schaffen!

Um mit Engel zu sprechen:

Hadigi hadigi Ha Hu Ha

Sum bum ba

Ha Hu Ha

Oder die Worte von Teammitglied Oliver Gorges: „Abhaken, den Blick nach vorne richten und volle Konzentration/Motivation für Düsseldorf. Wir sind bereits, haben Potential und ich glaube fest an einen Klassenerhalt!“

Beim nächsten Wettkampf in Düsseldorf am 23. Juni gibt es die nächste Chance, einen besseren Platz zu erzielen! Tri Post Trier glaubt an Euch und unterstützt Euch!!!

Bedanken möchten wir uns noch für den Support vor Ort von Paul Dülfer, Detlef Theobald, Oli Spitzhorn, Tri Postler Marco Nothvogel, Nicolai Haase, Wolly Scholtes, Uwe Reitz und Freundinnen von den Mannschaftsmitgliedern.

Einen besonderen Dank möchten wir an unsere Sponsoren richten:

 

Ein Glückwunsch an die Erstplatzierten EJOT Team TV Buschhütten, die mit zwei Punkten knapp vor Triathlon Potsdam gewonnen haben und an das drittplatzierte KiologIQ Team Saar!