PSD Bank Tri Post Trier mit Jens Roth, Andreas Theobald, Timo Spitzhorn und Yannick Lieners schwamm 800 Meter im menschenleeren Trierer Nordbad und lief dann 5 km auf der Bahn im Moselstadion. Das Ganze wurde per Video und Sportuhr aufgenommen und musste dann an die DTU geschickt werden.

Hier merkte man, dass den Athleten des PSD Bank Teams Tri Post Trier die mittlere Triathlon-Disziplin fehlte. Ohne Radfahren hatten Yannick Lieners, Jens Roth, Timo Spitzhorn und Andreas Theobald im Vergleich der anderen Teams der Bitburger-0,0%-Bundesliga das Nachsehen: 13. und damit letzter Platz. Es siegte die Mannschaft des EJOT Team TV Buschhütten.

Dabei hatten die Trierer mit Jens Roth einen der schnellsten Schwimmer in ihren Reihen. 9:30 Minuten nachdem Co-Trainerin Irmela-Sophie Letz das Startsignal gab, hatte der 32-Jährige die 800 Meter im bis auf die vier Sportler und ihre Betreuer menschenleeren Nordbad in Trier beendet. Nur ein Dutzend anderer Bundesliga-Athleten war schneller. „Jens braucht kein Schwimmtraining“, kommentierte Letz die Leistung seines Schützlings. Denn Jens hatte in Folge einer Fußgelenksverletzung und einer Schleimbeutel-Entzündung im Knie seit fast drei Monaten nicht mehr richtig trainiert. Dass er dann den 5000-Meter-Lauf im Moselstadion komplett absolvierte, hätte Roth selbst nicht geglaubt. „Ich dachte, ich würde nach 200 Metern rausgehen. Aber ich habe das Knie nicht gespürt“, erzählte der 32-Jährige. Dafür bekam er Probleme unter der Fußsohle, konnte damit aber zwölfeinhalb Runden laufen. Die fast 19 Minuten (18:56 Minuten) sorgten aber dafür, dass Roth das Streichresultat der vier Tri Postler lieferte. Schnellster des Quartetts war Lieners. Der Luxemburger brauchte im Wasser zwar eine Minute länger als Roth (10:33 Minuten), war beim Laufen (15:33 Minuten) der Schnellste. Andreas Theobald, mit 10:59 Minuten langsamster Schwimmer, hatte das Tri-Post-Quintett beim Laufen lange Zeit angeführt (Endzeit: 15:48 Minuten). Aber Lieners drehte auf dem letzten Kilometer noch einmal gewaltig auf. Timo Spitzhorn, mit 20 Jahren Jüngster im Team, schob sich in der Addition von Schwimm- (10:12) und Laufzeit (16:25) noch vor Theobald. Wäre Roth fit gewesen, hätten die Trierer auch ohne Radfahren den Anschluss ans hintere Mittelfeld geschafft. „Ich bin froh, dass wir in Trier die Möglichkeit für diesen Swim & Run haben“, betonte Vorsitzender Helmut Rach und bedankte sich ausdrücklich bei Thomas Schmitt und Team des Trierer Nordbads. Drei der eigentlich 16 Triathlon-Bundesliga-Vereine konnten nämlich aufgrund fehlender Trainingsstätten gar nicht starten.